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Bürgerverein Elberfeld Südstadt

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BÜRGERVEREIN

DER ELBERFELDER SÜDSTADT E.V
.

Besichtigung des Manuelskottens - Kaltenbacher Kottens
in Wuppertal-Cronenberg

Mittwoch, 25. April 2018 um 16:00 Uhr
Der Bürgerverein wurde von Peter Trabitzsch und Hartmut Schmahl geführt.

Manuelskotten
Foto Frank Stursberg: Manuelskotten Eingangsbereich mit Parkplatz

Lizenz  [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Beim Manuelskotten handelt es sich um den letzten heute noch tätigen Schleifkotten auf Wuppertaler Stadtgebiet. Er liegt im Tal des Kaltenbaches, der auf der Höhe von Wuppertal - Cronenberg entspringt und beim Ortsteil Kohlfurth in die Wupper mündet. Ca im Jahr 1850 wurde der Kotten errichtet, brannte 1901 ab, wurde ein Jahr später wieder errichtet. Seit 1993 gehört der Kotten der Stadt Wuppertal als Außenstelle des Historischen Zentrums.

Panorama
Die Rückansicht des Manuelskottens lässt schon die technische Funktion des Schleifkottens erahnen. Das Wasser des Kaltenbachs wird im Stauteich gesammelt und über das Schott und den Eiskasten bedarfsgerecht dem Wasserrad zugeführt. Mit der Kraft des Wassers können mehrere riesige Schleifsteine angetrieben werden.

Foto: Bürgerverein privat
Lizenz : Gemeinfrei und panoramafrei


Wasserrad
Detailansicht des Wasserrades (Raddurchmesser 5,5 Meter). Am Tag des Fotos war es nicht in Betrieb. Der Wasserstrom fällt am Rad vorbei in die Tiefe. Mit diversen Hebeln lässt sich der Wasserstrom aber auf das Wasserrad umlenken.
Foto: Bürgerverein privat.
Lizenz : Gemeinfrei und panoramafrei

Schott
Eiskasten
Für den Betrieb des von natürlichem Fließwasser angetriebenen Schleifkottens ist die Regelung der Wasserzufuhr und die Zurückhaltung von groben Verunreinigungen von zentraler Bedeutung. Zu diesem Zweck gibt es im Stauteich ein regelbares Schott (linkes Bild) und genau oberhalb des Wasserrades einen "Eiskasten" (rechtes Bild).
Foto: Bürgerverein privat.
Lizenz : Gemeinfrei und panoramafrei

Schleifstein
Detailansicht des Schleifsteins. Die vom großen Wasserrad erzeugte Antriebskraft wird dem Schleifstein über mehrere Transmissionsriemen und Getriebevorrichtungen zugeleitet.
Foto: Bürgerverein privat.
Lizenz : Gemeinfrei und panoramafrei

Verfahren des Knieschleifens
Peter Trabitzsch erklärt die Arbeitsweise des Knieschleifers im Manuelskotten. Es komme darauf an, führte er aus,  das Werkstück (zum Beispiel eine Messerklinge) mit viel Kraft an den rotierenden Schleifstein zu drücken. Zu diesem Zweck halte der Knieschleifer In der linken Hand eine "Lehre", die mit den Knien gegen das Werkstück gedrückt werden muss. Der Knieschleifer lehne sich an ein hinter ihm montiertes Schrägbrett und erziele dabei die optimale Arbeitshaltung.

Foto: Bürgerverein privat.
Lizenz : Gemeinfrei und panoramafrei

Großes Zahnrad
Detailansicht des großen Zahnrades. Das Zahnrad besteht aus Metall, die Zähne sind jedoch aus Holz gefertigt. Das Zahnrad ist fest auf die Welle des großen Wasserrades moniert und dreht sich entsprechend langsam. Unten rechts im Bild befindet sich ein passendes kleines Zahnrad und ein Rad für den zentralen Transmissionsriemen. Mit diesem Getriebe werden die Transmissionen auf die für den Schleifsteinantrieb erforderliche hohe Bewegungsgeschwindigkeit gebracht.
Foto: Bürgerverein privat.
Lizenz : Gemeinfrei und panoramafrei

Dieselmotor
Dieselmotor
Wenn einmal der Kaltenbach nicht genug Wasser zum Betrieb der Schleifsteine führt, kann seit dem Jahr 1934 der Schleifkotten auch mit dem abgebildeten historischen Dieselmotor betrieben werden (Anton Schlüter Motorenfabrik, München, 375 Umdrehungen/Min., 30 PS, Baujahr 1927). Vom Jahr 1888 bis 1934 war an der Stelle des Dieselmotors eine Dampfmaschine installiert, die ebenfalls zum Notbetrieb des Kottens ausreichte, heute aber nicht mehr erhalten ist. Im Maschinenraum steht heute ein Schaustück einer historischen Dampfmaschine, die aber nicht zum Manuelskotten gehört. Seit dem Jahr 1959 können die Schleifanlagen problemlos elektrisch betrieben werden. Die historischen Antriebsformen haben jedoch heute eine herausragende museale Bedeutung.

Foto: Bürgerverein privat.
Lizenz : Gemeinfrei und panoramafrei

Dieselmotorerklärung
Peter Trabitzsch erklärt den Dieselmotor. Es ist viel Erfahrung und Geschick erforderlich, den Motor zu starten. Wenn er aber mal läuft, hält sein riesiges Schwungrad die Drehung in Gang.
Foto: Bürgerverein privat.
Lizenz : Gemeinfrei und panoramafrei


Mehr Informationen:

Webseite des Manuelskottens

Bericht in der Zeitschrift 2/2004 über den Manuelskotten


Webseite von Dirk Marx "Ich mag es bergisch":


Peter Trabitzsch in der Zeitschrift des Bürgervereins: