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Kurt Matthes verstorben

Kurt Matthes

Die Elberfelder Südstadt und ihr Bürgerverein haben mit dem Tod von Kurt Matthes eine große Persönlichkeit verloren. Im Alter von annähernd 98 Jahren starb der langjährige Stadt- und Bundespolitiker Kurt Matthes am 28.02.2012.

Der für die Sozialdemokraten seit 1948 in den Rat der Stadt und später auch in zwei Legislaturperioden seit 1965 in den Deutschen Bundestag in Bonn direkt Gewählte muss als aufrichtiger Demokrat und Inbegriff eines bescheidenen, nur der Sache der Allgemeinheit dienenden Abgeordneten bezeichnet werden.

Nie hatte er Ambitionen, in der Gesellschaft herausgestellt zu werden oder irgendeinen persönlichen Vorteil für sich in Anspruch zu nehmen. Seine jahrzehntelange Aufgabe im Rat der Stadt galt dem Verkehrsausschuss, dem er vorsaß.

Es waren in Wuppertal die Zeiten des großen Aufschwunges in der Nachkriegszeit, in denen man vor fast unlösbaren Problemen bei schnellem Bevölkerungszuwachs und Verkehrsnöten, sowie beim Strukturwandel stand.
Der Verkehrsausschuss tagte sehr häufig und fasste wichtige Beschlüsse mit riesigem Finanzvolumen. Für Elberfeld waren das zum Beispiel die verkehrsberuhigten Fußgängerbereiche der Innenstadt, die Verkehrsknoten Robert-Daum-Platz, Brausenwerth, Aue B7, der Durchbruch der Südstraße und Blankstraße, die Ronsdorfer Straße, aber auch bittere Pillen des Strukturwandels wie die Aufgabe der Straßenbahnen auf Druck der Bundesbahn.

Dass die Ratsarbeit ohne Krawall und Aufstand, die Verständigung unter den Fraktionen und mit der Öffentlichkeit gut funktionierte, lag unter anderem an der Besonnenheit des Vorsitzenden Kurt Matthes, der fleißig und bescheiden seine Pflicht zum Wohle unserer Stadt leistete.

Sein Andenken halten wir in Ehren.

Peter Trabitzsch.