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Bürgerverein besuchte die Universität

Mit einer Gruppe von mehr als 40 Mitgliedern und Gästen besuchten wir am 11. September die Bergische Universität. Wir trafen uns an einem regnerischen Nachmittag im Gebäude l, das von der Fuhlrottstraße aus zu erreichen ist.

Azßenansicht

In diesem Gebäude befinden sich die Räumlichkeiten des Fachbereichs „Design und Kunst". Und hier zeigte uns die Leiterin des Instituts für angewandte Kunst- und Bildwissenschaften, Prof. Dr. Gerda Breuer, die Designsammlung der Hochschule. Die Sammlung umfasst Gebrauchsgegenstände zumeist aus den 1950-er und 1960-er Jahren, die mit ästhetischer Formgebung gestaltet wurden. Wir sahen zum Beispiel Stahlrohrsessel mit Textilbespannung und andere Sitzmöbel aus Kunststoff, die industriell erzeugt wurden, bei denen aber Schönheit und Gebrauchswert miteinander verbunden wurden. Dieser Leitgedanke wurde in den zwanziger Jahren zuerst am Bauhaus in Dessau verwirklicht. Wir sahen auch Rundfunk- und Fernsehgeräte, Küchenmaschinen usw.


Bild 2

Beim Kurzvortrag in der Designsammlung.

Von dem Gebäude l aus, mit dem in den frühen siebziger Jahren der Bau des Campus Grifflenberg begann, gelangten wir über einen Verbindungsgang zum neuen Hörsaalzentrum im Gebäude K, das vor zwei Jahren fertiggestellt wurde. Im Hörsaal 33, dem mit rund 800 Sitzplätzen größten Hörsaal, den man auch kurz als „Audimax" (Auditorium maximum) bezeichnet, stellte uns Dr. Johannes Bunsch, Leiter der Uni-Kommunikation, die Bergische Universität in einem Kurzvortrag vor.

Die hiesige Uni zählt aktuell ca. 17.500 Studierende. Forschung wird in 27 Instituten und 280 Laboren betrieben. Zu den mehr als 250 Professoren und Professorinnen kommen knapp 3.000 Mitarbeiter(innen) hinzu, die sich auf 8 Fachbereiche verteilen. Die Bergische Uni bietet 92 Studiengänge in 31 Fächern an.

Die Hochschule hat drei Standorte in unserer Stadt. Zum zentralen Campus auf dem Grifflenberg kommen noch die Gebäudekomplexe am Haspel und am Freudenberg. Aber zurück zum Grifflenberg. Außer dem Audimax befinden sich im neuen Hörsaalzentrum noch ein weiterer Hörsaal mit 250 Plätzen sowie 8 große Seminarräume, außerdem eine Cafeteria.

Audimax

Blick in das Audimax.

Auf der anderen Seite der Gaußstraße, dem Freigelände zur Max-Horkheimer-Straße hin, stehen drei große Baukräne. Hier entsteht der Neubau für die Natur- und Ingenieurwissenschaften. In zwei miteinander verbundenen Baublöcken werden neue Räumlichkeiten für die Fächer Chemie, Biologie, Maschinenbau und Sicherheitstechnik errichtet. Die Nutzfläche wird rund 16.500 Quadratmeter umfassen. Der Neubau mit einem Investitionsvolumen von 71 Mio. Euro soll im Jahre 2015 fertiggestellt werden. Vom gläsernen Treppenhaus des Hörsaalgebäudes aus konnten wir auf die Baustelle blicken, deren Aktivitäten sich aber noch im Tiefbaubereich bewegten.

Dann besuchten wir kurz die Uni-Bibliothek, die an zentraler Stelle im Campus Grifflenberg auch von den meisten Nachbargebäuden durch Verbindungsgänge erreicht werden kann. Hier wurde im vorigen Jahr ein neuer Lesesaal mit einer Nutzfläche von 600 qm in einem Rundbau auf die Bibliothek aufgestockt. Von hier oben hat man bei schönem Wetter einen weiten Blick nach Norden auf weite Teile Elberfelds. Als wir dort waren, lag die Stadt aber unter einer von Regenwolken eingetrübten kontrastarmen Dunstglocke. Die Wuppertaler Uni-Bibliothek hat gegenüber anderen Hochschulen ein Alleinstellungsmerkmal. Etwa 80% des Buchbestandes sind für die Benutzer in den auf mehreren Etagen verteilten Lesesälen direkt zugänglich, nur der restliche Teil muss vom Bibliothekspersonal aus den Magazinräumen beschafft werden.

Zum Schluss gingen wir noch hinaus zu der kleinen Anhöhe neben dem Rektoratsgebäude. Dort stehen drei ziemlich unscheinbare Windräder, die man als solche kaum erkennt, da die Rotorblätter sich an senkrecht angeordneten Achsen um die Masten drehen. So eine Lösung in kleinerem Maßstab befindet sich auch auf dem Skulpturm vor der Station Natur und Umwelt an der Jägerhofstraße. Hier an der Uni wird die Windkraftanlage den Strom erzeugen, den das Lichtkunstprojekt „MetaLicht" benötigt.

Etwas durchnässt, aber mit vielen neuen Eindrücken von der Universität, trennten wir uns zum Heimweg.

GH
Mehr Informationen:

Frühere Berichte in der Vereinszeitschrift:

Zeitschrift 2-2012: 40 Jahre Uni Wuppertal mit Bild "MetaLicht"

Zeitschrift 2-2011: Neues Hörsaalzentrum

Wuppertals Universität im Wettbewerb

Der Campus Freudenberg

Zeitschrift 1-2008: Wohnheim modernisiert

zschrift1-2005/meldungen-2.html

zschrift1-2004/uni-mensa.html

zschrift2-2007/gruss_ronge.html

Blick auf die Universtiät von oben