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Projekt Wohnen für Hilfe

Das Hochschulsozialwerk der Bergischen Universität Wuppertal wendet sich an Südstädter, die ein Zimmer für einen Studenten frei haben, der als Gegenleistung für einen Teil der Miete zum Beispiel einkauft, Staub saugt oder den Hund ausführt. In Betracht kommen könnte dies vielleicht auch für manch ein Mitglied unseres Bürgervereins, das nämlich früher mit einem lieben Menschen zusammen gelebt hatte, der aber leider verstorben ist, und die Wohnung hierdurch (ggf. nach Umräumung) über ein freies Zimmer verfügt. Oder auch für jüngere Familien, bei denen beide Partner arbeiten, und die etwas zusammenrücken können. Herr Fritz Berger vom Hochschulsozialwerk schreibt in diesem Zusammenhang an den Bürgerverein der Elberfelder Südstadt folgendes:

Mit diesem Projekt richten wir uns an Wohnraumanbieter, die bisher nicht an Studenten vermietet haben, sich über Hilfe im Alltag freuen würden und sich vorstellen können, mit einem jungen Menschen unter einem Dach zu leben. Diese möchten wir zusammenbringen mit Studierenden, die kostengünstig wohnen möchten und bereit sind, den Wohnraumanbieter dafür im Alltag zu unterstützen. Kurzum: Wir bieten eine Plattform und unsere Beratung, damit beide Seiten zu einander finden.


Wie kann die Mithilfe im Alltag aussehen?

Der/die Studierende kann im Haushalt oder bei der Gartenarbeit helfen, Kinder betreuen, Kinder in die Schule/den Kindergarten begleiten, Haustiere versorgen, kleine Reparaturen und Renovierungsarbeiten vornehmen, bei Problemen rund um den PC helfen, Besorgungen erledigen, Behördengänge begleiten, Fremdsprachen lernen/vermitteln, im Haushalt präsent sein, Gesellschaft leisten oder zu Veranstaltungen begleiten. Der Phantasie für individuelle Vereinbarungen sind kaum Grenzen gesetzt. Ausgenommen sind aber - wegen der besonderen Anforderungen - zum Beispiel Pflegeleistungen im engeren Sinne.


Eine interessierte Studentin und die Ansprechpartnerin für dieses Projekt Frau Rappenecker.

Wie kann das Vertragsverhältnis gestaltet werden?
Beide Wohnpartner sollten einen rechtsgültigen Mietvertrag auf Grundlage des BGB unterzeichnen. Bekommt man im Schreibwarengeschäft. Die Vereinbarung "Dienstleistung gegen Miete" sollte in einer schriftlichen Nebenabrede festgelegt werden. Der Vorteil: Hierdurch wird ein rechtlicher Sonderstatus vermieden und beide Parteien bewegen sich auf dem klar geregeltem Boden des Mietrechts. Sollte die Zusatzvereinbarung von einer Seite gekündigt werden, bleiben die Rechte und Pflichten des Mietvertrages bis auf Weiteres bestehen.

Das Hochschul-Sozialwerk empfiehlt zwei einfache Modelle:

  • Modell 1, Beispiel: Bei 20 qm gemietetem Wohnraum und 10 geleisteten Hilfestunden zahlt der Studierende die Hälfte des normalen Mietpreises. 50% Miete entsprechen 50% Hilfestunden.
  • Modell 2, Beispiel: Der Wohnraum kostet 320 ? pro Monat. Der Mieter überweist monatlich 160 ? und leistet dafür 16 Stunden pro Monat (d.h. 4 Stunden pro Woche) Hilfe.

Diese oder ähnliche Vereinbarungen haben sich bereits anderswo bewährt. Steuerliche Besonderheiten entstehen nicht.

Worin besteht der Service des Hochschul-Sozialwerks?

Interessenten, seien es Wohnungsuchende oder Vermieter, finden konkrete Informationen zum Programm "Wohnen für Hilfe" auf der Website des Hochschul-Sozialwerks Wuppertal unter:

http://hochschul-sozialwerk-wuppertal.de/Wohnen/wfh

Bewerbungsformulare für Vermieter oder Studierende stehen zum Download bereit oder können auf Wunsch zugesandt werden (bitte anfragen unter Tel. 0202 - 430 40 460)

Das Hochschul-Sozialwerk bietet auf Wunsch beiden Seiten seine Beratung und Vermittlung an - auch bei der Ausarbeitung individueller Vertragsvereinbarungen. Denkbar sind auch Hausbesuche in Abstimmung mit den Vermietern im Vorfeld.

Garant für das Gelingen einer solchen Partnerschaft kann das Hochschul-Sozialwerk nicht sein. Bei eventuell entstehenden Konflikten können wir aber vermitteln, wenn die Beteiligten dies möchten. Wir hoffen, dass sich das Konzept "Wohnen für Hilfe" nach und nach durchsetzt und damit schließlich zusätzliche Wohnplätze in Hochschulnähe für Studierende zur Verfügung gestellt werden. Wir würden es sehr begrüßen, wenn Sie diese Aktion "Wohnen für Hilfe" in Ihrem Bürgerverein bekannt machen und unterstützen würden.

Mit freundlichen Grüßen
Fritz Berger
Hochschul-Sozialwerk Wuppertal, Studentenwerk A.ö.R., Geschäftsführer
Fon 0202 ? 439 2561/62 direkt, Fax 0202 - 439 2568
berger@hsw.uni-wuppertal.de

www.hochschul-sozialwerk-wuppertal.de

Max-Horkheimer-Straße 15
42119 Wuppertal

Liebe Bürgervereinsmitglieder,

vielleicht könnte so etwas für Sie in Betracht kommen. Oder Sie kennen jemanden in Ihrer Nachbarschaft, Bekanntschaft oder Verwandtschaft, der einen Studenten oder eine Studentin bei sich aufnehmen könnte gegen Beteiligung an Hausarbeiten oder anderen Hilfeleistungen. Sprechen Sie diesen doch hierauf einmal an. Er wird Ihnen hierfür möglicher Weise dankbar sein.


R. H.

Mehr Informationen

Webseite des Hochschulsozialwerkes:

www.hochschul-sozialwerk-wuppertal.de

Berichte über das Hochschulsozialwerk in der Zeitschrift des Bürgervereins:

Zeitschrift 1-2012/studentenwohnhauser.html

Zeitschrift 1-2008/wohnheim.html