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Bezirksbürgermeister Jürgen Vitenius im Interview:
"Wir sollten positiv und solidarisch für unsere Stadt eintreten"

Jürgen Vitenius.
Vor einigen Wochen wurde Jürgen Vitenius (SPD) als Mitglied der Bezirksvertretung Elberfeld für die kommende Amtszeit als Vorsitzender und Bezirksbürgermeister des Bezirks Elberfeld gewählt. Die Amtsperiode beträgt 6 Jahre, und wir gratulierten dem 73-jährigen Vorsitzenden zur neuen Amtszeit, die für ihn eine neue Herausforderung, jedoch keine neue Aufgabe sein wird, denn er hatte dieses Amt bereits von 1999 bis 2009 bekleidet.

Herr Vitenius, aus wie vielen Mitgliedern besteht die BV Elberfeld?

Die Bezirksvertretung besteht aus 19 Mitgliedern: 6 SPD, 4 CDU,3 Partei Die Grünen, 2 Partei Die Linken, 1 FDP, 1 Piraten, 1 AFD, 1 Wählergemeinschaft für Wuppertal. Die Namen der Mandatsträger kann man z.B. der Internetplattform der Stadt Wuppertal entnehmen. Zudem gibt es einen Geschäftsführer.

Welche Beschlüsse fasst die BV, die monatlich im Rathaus Elberfeld tagt?

In der BV werden alle verkehrstechnischen Fragen besprochen, sofern sie nicht Hauptstraßen und Fußgängerzonen betreffen, sowie sämtliche Bauvorhaben wie Kindertagesstätten oder Supermärkte, zudem werden freie Mittel der BV in Höhe von jährlich 30.000 ? auf Antrag an soziale Einrichtungen, der Kultur und Vereine mit Jugendangeboten ausgeschüttet. Außerdem kümmern wir uns um die Unterhaltung und Ausstattung der im Stadtbezirk gelegenen Grundschulen, Sportplätze, Altenheime,Friedhöfe, Büchereien und ähnlicher sozialer Einrichtungen, soweit sie in städtischer Hand sind, bezirksbezogene Angelegenheiten des Denkmalschutzes, der Pflege des Ortsbildes sowie der Grünanlagen; Festlegung der Reihenfolge der Arbeiten zum Um-, Ausbau, zur Unterhaltung und lnstandsetzung von Straßen, Wegen und Plätzen von bezirkIicher Bedeutung einschließlich der Straßenbeleuchtung, soweit es sich nicht um die Verkehrssicherungspflicht handelt. Ausgenommen hiervon sind Bundes- oder Landstraßen, Benennung bzw. Umbenennung von Straßen, Wegen und Plätzen, sofern sie nicht durch andere Vorgaben eingeschränkt sind; Betreuung und Unterstützung örtlicher Vereine, Verbände, der Freiwilligen Feuerwehr und sonstiger Vereinigungen und Initiativen im Stadtbezirk; kulturelle Angelegenheiten des Stadtbezirks ein- schließlich Kunst im öffentlichen Raum, Heimat- und Brauchtumspflege im Stadtbezirk, Pflege von vorhandenen Paten- oder Städtepartnerschaften Information, Dokumentation und Repräsentation in Angelegenheiten des Stadtbezirks.

Was reizt Sie erneut an Ihrer Aufgabe?

Es ist eine reizvolle, aber oft auch kräftezehrende Aufgabe, die sozialen und städtebaulichen Schwächen in den Stadtbezirken zu erkennen, zu beobachten und gewisse Missstände in diesen Bereichen abzubauen. Hierzu gehören z.B. Nahversorgungsengpässe, z.B. in den Bezirken Ostersbaum, Kluser Höhe oder Nordstadt. Auch mein Wohnbezirk Südstadt sowie insbesondere die gesamte Thematik rund um den neuen Döppersberg bewegen mich. lch möchte in unseren Bürgern Solidarität wecken, nicht nur negative Bewertungen für ihre Stadt in Zeiten gewisser Unannehmlichkeiten, z.B. in Leserbriefen, zum Ausdruck zu bringen, sondern für eine sinnvolle Verbesserung und Verschönerung ihres Wohnbezirkes einzutreten. Man kann nicht 4 Jahre nach Beschlussfassung eines umfangreichen Umbaus  unseres Bahnhofsgeländes versuchen, die Fakten oder genehmigte Finanzierung nachträglich zu verändern, wie es die Vereinigung Döps 105 durchsetzen will. Übrigens: auch der Investor ist an der Finanzierung des Projektes mit beteiligt.

Welche weiteren Aufgaben nehmen Sie wahr?

Der Bezirksbürgermeister repräsentiert die Stadt in Stellvertretung des Herrn Oberbürgermeisters bei Vereinsjubiläen, eisernen Hochzeiten oder 100-jährigen Geburtstagen. Man nimmt zudem viele Orts- und Außentermine wahr, wenn es sich z.B. um Bürgeranhörungen zu geplanten Bau- oder Umbauthemen handelt, Verkehrsprobieme z.B. im Bereich von Kindergärten existieren oder sonstige stadtteilrelevante Bewertungen und Einschätzungen gefordert sind.

Welche Erfahrungen und Kenntnisse bringen Sie in Ihre Vorsitztätigkeit mit ein?

Vorsitz im Verein Drogenberatung, Vorstand Stiftung Netzwerk, Vorstand Bürgerverein Südstadt, steIIv. Vorsitz Presbyterium Ev. Gemeinde Unterbarmen, Vorstand Freundes-/Förderkreis Kreuzpfadfinderbund, Vorstand Förderverein Schwimmoper, alles in ehrenamtlicher Form.

Warum wurde das Elberfelder Bürgerbüro geschlossen?

Das Stadtteilbüro im Elberfelder Rathaus wurde ? nach langer Abwägung natürlich auch in der BV ? vor ca. 10 Jahren geschlossen und der Service in Barmen sinnvoll zentralisiert. In den anderen Stadtteilen sind Bürgerbüros stundenweise geöffnet, jedoch verlangt der Stärkungspakt Stadtfinanzen weitere Einsparungen in diesem Bereich, so dass Bürgerbüros in den anderen Stadtteilen derzeit nur noch stundenweise geöffnet sind.

Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche und nicht zu kräftezehrende Amtszeit als Bezirksbürgermeister und danken für Ihre Einschätzungen.
Johannes Schlottner

Mehr Informationen:

Texte von Jürgen Vitenius im Mitteilungsblatt des Bürgervereins:

Umleitungen wegen dem Bauprojekt Döppersberg

Forderung eines Aufzugs vom Hauptbahnhof zur Elberfelder Südstadt

Grußwort zur 100-Jahrfeier des Bürgervereins.html

Förderung von Radrennen am Grifflenberg

Bericht im Mitteilungsblatt 2 / 2012