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Große Auszeichnung für unser Mitglied
Hans- Joachim Camphausen

Unserem Mitglied Hans- Joachim Camphausen, seit seiner Kindheit Südstädter, ist die große Ehre zuteil geworden, von Bundespräsident Gauck mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet zu werden. Für sein herausragendes Engagement u. a. auf dem Gebiete der Denkmalpflege. Die Überreichung erfolgte am 29. Juli 2014 im Rathaus Barmen durch Landesminister Michael Groschek im Beisein von Oberbürgermeister Peter Jung.

Dank des Engagements unseres 86-jährigen Mitglieds war es möglich geworden, mehrere im Krieg teilweise für die Munitionsproduktion eingeschmolzene Denkmäler zu rekonstruieren und neu gießen zu lassen. Die Finanzierung sicherte Camphausen durch Spendenaufrufe, deren Sinn er durch selbst gefertigte Merkblätter mit Fotos untermauerte.

Verleihung des Bundesverdienstkreuzes
Foto: Stefan Fries

Der am früheren Elberfelder Rathaus an seiner auch ursprünglichen exponierten Stelle, der Südostecke,  aufgestellte Ritter Arnold mit seinem Knappen erinnert an die Entstehungsgeschichte Elberfelds. Der Sage nach rettete der Knappe während der Schlacht von Worringen 1288 seinen Herrn, den Schlossherrn der Burg Elberfeld, Ritter Arnold. Er führte ihn durch eine Furt im Rhein auf die sichere andere Rheinseite. Aus Dank blieb der Ritter seinem Knappen auch nach einem schweren Verdacht treu.

Das Armenpflegedenkmal auf dem Kirchplatz soll Erinnerungen an das „Elberfelder Modell“ wecken. Dieses wurde im 19. Jahrhundert wegweisend bei der Errichtung der entstehenden Sozialsysteme nicht nur im Bergischen Land, sondern darüber hinaus in vielen weiteren Ländern. Auch die Wiederherstellung des Gerechtigkeitsbrunnens auf dem Platz der Republik geht auf Herrn Camphausens Initiative, Planung und Ermöglichung der Finanzierung zurück. Für die Stadt Wuppertal entstanden jeweils keinerlei Kosten.

Herr Minister Groschek kommentierte den Einsatz unseres Mitglieds mit den Worten: „Er hat der Stadt Wuppertal einen Teil ihrer Geschichte zurückgegeben.“  Wer diese kennt, könne eher das Gefühl bekommen: „Das ist meine Stadt“, ergänzte Camphausen in seiner Dankesbekundung.

Armenpflege-Denkmal
Gerechtigkeitsbrunnen
Ritter Arnold
Armenpflege_Denkmal
Foto von Atamari (Eigenes Werk)
[CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Gerechtigkeits.Brunnen
Foto von Banffy (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons
Ritter-Arnold am Elberfelder Rathaus
Foto von Georg Sander (Eigenes Werk)
[CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Die 3 genannten Denkmäler sind nur ein Teil der denkmalpflegerischen Aktivitäten Hans- Joachim Camphausens. Derzeit beschäftigt er sich mit einem weiteren Projekt, nämlich dem über 3 Meter breiten Gedenkstein von 1925 am Rande einer Lichtung im Freudenberger Wäldchen oberhalb der Sportplätze. Noch während der französischen Besatzung nach dem 1. Weltkrieg, die nur bis Vohwinkel reichte, wurde der Stein von der damaligen Elberfelder Jugend aufgestellt zur Erinnerung an die „1000- jährige Zugehörigkeit des Rheinlandes zum Deutschen Reich“ Heinrichs I. Diese Zugehörigkeit anerkannten die lothringischen Granden und der Westfränkische König Rudolf im Jahre 925. Angesichts der historischen Bedeutung des Denkmals befinden sich dessen Platz und die Zuwegung in einem unwürdigen Zustand, der einer gründlichen Restaurierung bedarf. Derzeit bemüht sich Herr Camphausen um Planung und Schätzung der hierfür erforderlichen Kosten durch die Stadt Wuppertal, Grünflächenamt, die er wieder durch Sponsoren aufbringen will.

Wir wünschen Herrn Camphausen eine glückliche Hand  und viel Erfolg auch hierbei.

R. Hagemeyer
Mehr Informationen:

Bildergalerie: Kunst im öffentlichen Raum der Elberfelder Südstadt

Fundierte Webseite über Denkmäler und Skulpturen in Wuppertal:
www.denkmal-wuppertal.de

Webseite der Stadt Wuppertal über Hans- Joachim Camphausen:
https://www.wuppertal.de/pressearchiv/meldungen-2014/juli/102370100000579417.php

Ortsbesichtigung am Gedenkstein im Freudenberger Wäldchen
mit Hans-Joachim Camphausen: