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Marmorskulptur auf dem Uellenbergplatz


Auf telefonische Mitteilung einer Anwohnerin des Uellenbergplatzes wandten wir uns als Bürgerverein an die Mängelmeldestelle der Stadt Wuppertal wie folgt:

An: Servicecenter
E-Mail: servicecenter@stadt.wuppertal.de
Gesendet: Samstag, 21. Juni 2014 10:54

Betreff: Mängelmelder

Mitteilung:
Am Uellenbergplatz in der Elberfelder Südstadt, östlicher Rand etwa 50 Meter nordöstlich des Spielplatzes, ist der Sockel einer steinernen Skulptur von etwa knapp 1 Meter Höhe schwer zerstört worden. Wir fügen Fotos bei. Die Anwohnerin Frau Ebert machte uns als Bürgerverein der Elberfelder Südstadt e. V. telefonisch auf die bedauerliche Zerstörung aufmerksam.

Könnten Sie bitte für die Reparatur sorgen? Die Wiederherstellung könnte u. E. ein kräftiger Maurer vornehmen. Das Kunstwerk selbst erscheint uns (noch) unbeschädigt. Eine schwere Beschädigung zieht jedoch leider oft noch schwerere Zerstörungen nach sich, so Frau Ebert.

Mit freundlichen Grüßen
Bürgerverein der Elberfelder Südstadt e. V.
Ralph Hagemeyer, Vors.


Bild1


Das Servicecenter der Stadt Wuppertal leitete die Meldung an das Gebäudemanagement weiter. Dieses vergab die Reparatur an einen Unternehmer, der im August die Arbeiten ausführte. Zunächst wurde die Skulptur selbst fachmännisch demontiert und zur Werkstatt gebracht, der Sockel wurde zerlegt und entsorgt. In der Werkstatt wurde ein neuer Sockel aufgebaut und mit der Skulptur verbunden. An Ort und Stelle im Uellenbergpark erfolgte sodann Zusammenfügung des Gesamtwerkes mit dem Fundament.


Wir danken der Stadt und dem Gebäudemanagement dafür, dass sie der Mängelmeldung kurzfristig nachgegangen sind und die Instandsetzung innerhalb weniger Wochen haben ausführen lassen.


Bild2
So sieht das Kunstwerk - neben der Schatzmeisterin unseres Bürgervereins Frau Brigitte Hagemeyer -  jetzt aus

Das Kunstwerk stammt von der Wuppertaler Bildhauerin Hildegard Lutze- Froese und wurde am 21. November 1981 am Uellenberg enthüllt. Es heißt schlicht „Marmorskulptur“. Unser heutiges Vorstandsmitglied Peter Trabitzsch, damals Stadtplaner, war bei  der Enthüllung zugegen. Die Künstlerin Lutze- Froese wurde 1937 als Tochter des bekannten Pfarrers der Bekennenden Kirche Hermann Lutze (1903- 1987) geboren, der nach dem Zweiten Weltkrieg lange Jahre in der Elberfelder Südstadt tätig war.  Bis 1968 war er Pfarrer der Johanneskirche im Von der Heydt-Park, also einer der Vorgänger des heutigen Pfarrers Gerson Monhof. Hildegard Lutze- Froese schuf auch eine bronzene Christusfigur für die Johanneskirche. Heute lebt sie in New York.

Das Werk ist ein Geschenk des ehemaligen Wuppertaler Oberbürgermeisters und späteren Staatsministers  Dr. Otto Schmidt. Es hatte früher im Garten seines Wuppertaler Hauses auf der Straße Am Walde gestanden, nur wenige Häuser vom Born- Verlag entfernt, wo seit Jahrzehnten dieses unser Mitteilungsheft erstellt wird. Anlässlich seines 78. Geburtstags, am 1. August 1980, schenkte Herr Dr. Schmidt es der Stadt Wuppertal.

(Quelle: Ruth Meyer- Karweg: Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal, Born- Verlag 1991, S. 481)

Gehen Sie doch mal zum Uellenbergplatz und schauen sich das Kunstwerk an! Es steht schräg gegenüber der großen Steinskulptur „Couple“ (Paar) des Bildhauers Lajos Barta, die der Volksmund nur „Tulpe“ nennt und ebenfalls Schenkung des Herrn Dr. Otto Schmidt an die Stadt Wuppertal war.

R. H.  
Mehr Informationen:

Bürgerverein organisiert Blumen für den Uellenbergplatz...

Bericht darüber in diesem Heft:

...und im Heft 2 / 2012:
Heft 2-2012 / uellenbergBlumen.html

Neue Spielgeräte konnten mit einer Spende der Barmenia beschafft werden:

Aktion uellenberg.html