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UM - LEI - TUNG

Dieses vertraute chinesische Wort prägt seit Juli 2014 nun in einem Ausmaß die Verkehrsabläufe in der Elberfelder Südstadt, dass es wert ist, sich noch einmal einen Überblick über die Einzelmaßnahmen zu verschaffen:
Blick auf den Döppersberg

Der gesamte West-Ost-Verkehr wird nach Unterbrechung der B7 nun durch die Südstadt umgeleitet.

  Tannenbergstraße
Nachdem die Verkehrsingenieure uns vorgerechnet hatten, dass der bisherige Kreisel an der Steinbecker Meile den neuen Verkehrsstrom nicht bewältigen könne, wurde der Kreisverkehr entfernt. Für den Laien ist nicht erkennbar, ob sich nun wirklich ein Unterschied zwischen der neuen Lösung und dem alten Kreisverkehr ergibt, jedenfalls: Der Verkehr läuft recht ordentlich.

Linksabbieger zur Ronsdorfer Straße
Wer nun den Bereich Kleeblatt / Blankstraße recht mühelos durchquert hat, kommt zu einer außergewöhnlich gut funktionierenden Lösung: Am sogenannten "Schwarzen Mann" wurde eine Linksabbiegemöglichkeit geschaffen, mit der man die Ronsdorfer Straße - unterstützt durch nahezu perfekte Ampelschaltungen - wirklich sehr gut erreichen kann. Die ehemalige Zufahrt aus der Weststraße wurde gesperrt, um das dicht bewohnte Viertel zu entlasten.

Wolkenburg
Die größten Sorgen hatten sich viele zu der recht schmalen Umleitungsstrecke über die Wolkenburg gemacht. Die Straße wurde auf die Mindestbreite von 6 Metern umgestaltet (Parkplätze fielen weg, ein benachbarter Discounter stellte den betroffenen Anwohnern freundlich alternative Plätze zur Verfügung), ein Fußgänger-Überweg wurde eingerichtet, und insgesamt gilt für die gesamte Wolkenburg eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30km/h. Zusätzlich wurde der Begegnungsverkehr durch den (für manche allerdings problematischen) Fortfall der WSW-Linie 619 entlastet. Bemerkenswert ist, dass zum Schutze der Fußgänger - insbesondere der Schulkinder - die gesamte Südseite "abgepollert" werden musste, da tatsächlich manche Autofahrer im Begegnungsverkehr den Gehweg mitbenutzten (und dann sogar per Leserbrief gegen diese "sie behindernde" wichtige Schutzmaßnahme protestierten(!)

Fazit:
Jeder Autofahrer mit täglich ähnlichen Zielen hat sich längst an die Umleitung gewöhnt, viele haben zuerst versucht, „Trickwege" zu finden, sahen aber wohl letztlich die Qualität dieser neuen Wegführungen ein, insbesondere, da es letztlich (in der Tannenbergstraße und in der Wolkenburg) nur während der „Berufsverkehrszeiten" zu zeitlich sehr begrenzten Staus kommt...

Problematisch ist und bleibt es für auswärtige Gäste, denen man z.B. am Robert-Daum-Platz erklären möchte, wie sie von dort („über Unterbarmen") zur Morianstraße / Gathe gelangen können...
Seit dem Beginn der Umleitungen am 21. Juli 2014 warten wir nun auf mehr und mehr Bagger und Baukräne am Döppersberg, die uns hoffnungsvoll und optimistisch glauben lassen, dass nach 3 Jahren wirklich alles fertig ist.
Jürgen Vitenius
Mehr Informationen:

Zum Umbau der B7:
Zeitschrift 1-2014 / b7 Sperrung.html

Offizielle Seite:
www.doeppersberg.de