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Bahnhofsmission

Willkommen bei der Bahnhofsmission!
Oder: Nicht nur im Winter ein Märchen.

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Eine leichte Verletzung am rechten Unterarm machte es nötig, einen Gipsverband zu tragen. Das tägliche Leben war dadurch schwer eingeschränkt und der örtliche Transport nicht leicht.

Eine Reise nach Lübeck zu meinem Sohn nahm ich trotzdem vor Weihnachten in Angriff. Bestens vorbereitet und behütet durch die Bahnhofsmission. Darum sollen Sie als künftig evtl. gleichermaßen Betroffene davon erfahren und mutig planen und vertrauen.

Am Taxi holte mich schon Herr Nerrlich von der Wuppertaler Bahnhofsmission ab und brachte mich in sein BM-stübchen am Bahngleis 1. Dort wartete ich auf den Beginn der Reise.

In der BM konnte ich das Wirken der ehrenamtlichen Mitarbeiter beobachten. Gäste, die aus den verschiedensten Gründen hereinkamen, und sei es nur um zu plaudern bekamen, wenn sie es wünschten, eine Tasse Kaffee gereicht und Kuchen oder Gebäck.

Mein Zug jedoch fiel aus, und auf Grund der 1-stündigen Verspätung konnten die Anschlusszüge nicht mehr erreicht werden. Herr Nerrlich ging sofort zum Infocontainer der Bahn, ignorierte die Aufforderung, in der Schlange zu warten, ging zum Schalter und legte meine Fahrkarte vor. Er verlangte, rasch einen passenden Zug bis Hamburg mit Platzkarte zu besorgen und Bescheid zu geben.

Von ihm wurden auch die BM auf dem Zielbahnhof Hamburg und auch mein Sohn benachrichtigt! Gut, dass ich damit nicht alleine war. In meiner Wartezeit wurde ich bestens versorgt mit Kaffee und Weihnachtsgebäck‚ auch die Gespräche mit den Mitarbeitern waren sehr angenehm.

Endlich kam der ersehnte Zug, und wir konnten mit meinem Handgepäck zum Bahnsteig 2 gehen, und so beschützt im Zug Platz nehmen. Die BM informierte noch meinen Sohn über die neuen Ankunftszeiten in Hamburg.

Bild 2

Während der Fahrt telefonierte ich mit den BM- Leuten in Wuppertal, dass alles gut gelaufen ist, und man hörte gerne, dass ich mich nochmal dankbar meldete. Als der Zug in Hamburg einfuhr, stand am Waggon 11 vorne rechts die BM mit meinem Sohn und einem Bahnbeamten mit roter Mütze. Ich wurde fast im Zug empfangen und mit einem Rollstuhl den langen Bahnsteig bis zum Parkplatz gerollt. Hier stand das Auto meines Sohnes für die Weiterfahrt nach Lübeck bereit.

Ich hatte versprochen, mich noch einmal nach Weihnachten zu melden. Aber da war die BM nicht mehr zu finden, sie war dem Umbau zum Opfer gefallen. (Inzwischen ist sie aber wieder auf Bahnsteig eins im Wuppertaler Hbf.)

Habt also Mut, auch in schweren Zeiten mit der Bahn zu fahren, es gibt eine Bahnhofsmission, die euch helfend zur Seite steht!

Eva-Maria Buggert
Fotos: Horst. Kellermann
Mehr Informationen:

Bahnhofsmission Wuppertal
www.bahnhofsmission.de