BürgervereinElberfelderSüdstadt
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Vorwort  2 / 2015

Herr Hagemeyer
Nach einer Stichwahl zwischen dem bisherigen Amtsinhaber und seinem Herausforderer haben wir einen neuen Oberbürgermeister. Eine Stichwahl hatte es in Wuppertal schon länger nicht mehr gegeben. Auch deshalb vielleicht die niedrige Wahlbeteiligung hierbei.

Wir gratulieren unserem nunmehrigen Herrn Oberbürgermeister Andreas Mucke, dass er den großen Sprung vom Geschäftsführer der Quartiersentwicklungsgesel|schaft zum höchsten Amt Wuppertals geschafft hat. Dass dies mit großen Verpflichtungen für den Amtsinhaber verbunden ist, wird Mucke wissen. Er muss einerseits die Stadt repräsentieren, anderseits aber auch kommunalpolitisch die oberste Instanz sein. Und darf dabei nicht nur auf seine Partei hören, sondern wird sich bei vielen wichtigen Entscheidungen selbst ein Bild machen müssen, Betroffene einbinden, vielleicht sogar gelegentlich die parteipolitisch ungebundenen Bürgervereine fragen. Denn er vertritt in den nächsten Jahren alle Wuppertaler, nicht nur eine bestimmte Gruppe.

Gleichzeitig danken wir Herrn Peter Jung für seine in 11 Jahren geleistete Arbeit als Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal. Wir freuen uns, der Presse entnommen zu haben, dass das persönliche Verhältnis der Herren Jung und Mucke gut ist, und hoffen, dass dies auch künftig so bleiben wird. Zeigen könnte sich dies, wenn es u. a. um die landes- und bundespolitische Erfahrung und das Ansehen geht, das Jung als ehemaliger Städtetagspräsident zweifellos bundesweit genießt und auf seinen Nachfolger Mucke nach Möglichkeit zu übertragen helfen möge. Ungeachtet Jungs Ankündigung, die Kommunalpolitik sei für ihn beendet.

Unser Aufzugsthema vom Hauptbahnhof zur Südstadt hakt derzeit etwas. Der VRR scheint erheblich weniger fördern zu wollen, als ursprünglich erwartet. Wie hoch der nicht geförderte Anteil in absoluten Zahlen würde, wissen wir allerdings immer noch nicht, weil die Stadt "mauert". Trotz zahlreicher Nachfragen inzwischen über Jahre, wird nämlich nach wie vor nicht offenbart, ob in den angebIich 1,2 Millionen € Baukosten die (nicht beantragte und das Projekt unmöglich machende) komplette Regenüberdachung auf Bahnsteig 3 mit welchem Betrag enthalten ist oder nicht.

Wir hoffen, dass die jetzige neue Stadtspitze nach Einarbeitung unseres neuen Oberbürgermeisters Andreas Mucke alsdann den Mut aufbringen wird, endlich hier, wie der Wuppertaler sagt, "Butter bei die Fische" zu tun, und uns die Kostenschätzungen für alle Projektteile endlich mitzuteilen.

Ihnen als unseren Mitgliedern wünscht der Vorstand ein geruhsames Weihnachtsfest und einen glücklichen Übergang ins Jahr 2016.

Ihr
Ralph Hagemeyer,  Vors. des Bürgervereins der Elberfelder Südstadt e. V.

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Antwort des Oberbürgermeisters auf dieses Vorwort