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Bürgerverein Elberfeld Südstadt

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Jahreshauptversammlung 2021
mit Gastvortrag von
 
Frau Dr. Antonia Dinnebier
zu Südstädter Gartenanlagen und zur Quga Südstadt

Dienstag,  17.08.2021 um 18.30 Uhr

Veranstaltungsort  ist wie in den Vorjahren die Station "Natur und Umwelt", an der oberen Jägerhofstraße

Jägerhofstr. 229, 42349 Wuppertal

33 Mitglieder haben sich unter Beachtung von Abstandsregeln versammelt und zunächst die satzungsgemäßen Wahlen absolviert. Neue Personen haben nicht kandidiert. Es kam jedoch zu einem Stühlerücken von Funktionsträgern. Der bisherige Schriftführer Michael Dickmann wurde Vorsitzender. Der bisherige zweite Schriftführer wurde zum ersten,

Michael Dickmann
Der neue Vorsitzende des Bürgervereins:

Michael Dickmann


Der bisherige Vorsitzende Ralph Hagemeyer wurde einer der Beisitzer. Hagemeyer konnte auf zwölf erfolgreiche Jahre seiner Amtszeit zurückblicken. Die Restaurierung des Brunnens in der Kölner Straße wäre ohne sein unermüdliches Engagement nicht denkbar.  In kommenden Jahren kann Wuppertal mit dem Bau eines Personenaufzugs vom Hauptbahnhof in die Südstadt rechnen. Auch das wäre ohne Hagemeyers Bürgerantrag vom Jahr 2012 nicht möglich. Für die Erhaltung von einem Gedenkstein und für Kunst im öffentlichen Raum hat er sich vielseitig engagiert. Ein Spielplatz wurde verbessert und ein Fitness-Parcours wurde eingerichtet. Die Nutzer des Fitness-Parcours können bei schlechtem Wetter unter eine neue Schutzhütte fliehen. Wuppertaler Politiker haben dieses Engagement für die Stadt längst anerkannt. Ralph Hagemeyer wurde der Wuppertaler verliehen.
Frau Dr. DinnebierGastvortrag von
Frau Dr. Antonia Dinnebier
zu Südstädter Gartenanlagen und zur Quga Südstadt


In der QUGA wird jedes Jahr ein bestimmtes Stadtquartier mit Blick auf seine Grünanlagen beleuchtet. Im Jahr 2021 ist der Stadtteil Elberfeld Süd an der Reihe. Ein mit Ausstellungstafeln gestalteter Bauwagen steht das ganze Jahr auf dem Uellenbergplatz und soll die Bürger zum bewussten Erleben ihrer Grünanlagen anregen.

Es fängt schon beim Uellenbergplatz an. Er heißt gar nicht wirklich Uellenbergplatz, sondern "Grünanlage am Uellenberg". Fälschlicherweise wird der Platz manchmal mit dem Heimatdichter Emil Uellenberg in Verbindung gebracht. Das sollte nicht geschehen, weil E. Uellenberg durch seine Hinwendung zu Idolen des Naziregimes kompromittiert ist. Ab dem 15. Jahrhundert war der Platz von bäuerlichen Gehöften besiedelt und der Ortsname Uellenberg wurde in dieser Zeit erstmalig urkundlich erwähnt.

Frau Dinnebier regte vom Uellenbergplatz ausgehend zu einem virtuellen Spaziergang an, den sich jeder nach der Jahreshauptversammlung als wirklichen Weg  nachgehen kann.

Die erste Station sind die frei zugänglichen Grünanlagen der Barmenia-Versicherung. Bevor die Barmenia dort ihre Verwaltung errichtet hat,  wurde das Gelände mit Wasserbrunnen für die Wickküler-Brauerei genutzt.

Weiter in diese Richtung gehend gelangt man in den Klophauspark. Er bietet einen schönen Rundblick über Wuppertal. Vom ursrünglichen Haus, das die Familie Klophaus ab 1894 dort  besessen hat, ist nichts mehr erhalten. Es steht dort aber noch ein Pavillon, der heute von der Bergischen Universität für Kunstausstellungen genutzt wird.

Der Spaziergang führt weiter durch die Königshöhe (auch Freudenberger Wäldchen genannt) zum von der Heydt Park.
Der von der Heydt Park war ehemals viel größer als heute und trug den Namen Friedenshain. Das Word Frieden war durchaus militärfreundlich gemeint. Es ist geprägt vom Stolz der Nation auf den Sieg im Krieg 1870/71. Am Eingang des Friedenshains stand ab 1896  der Gedenkstein "Friedenshain". Heute steht der Gedenkstein abseits von von der Heydt-Park in einer winzigen Parkanlage an der Kreuzung von Jägerhofstraße und L418. Alte Postkarten erinnern daran, dass der Friedenshain einst ein beliebtes Ausflugsziel mit einer Gastronomie gewesen ist.

Per Abstecher vom von der Heydt-Park über die Jägerhofstraße gelangt man zur "Station Natur und Umwelt". Die Jahreshauptversammlung fand in dieser Station statt. Die typische Aufgabe der Station ist Naturpädagogik. Sie verfügt dazu neben dem Haus über einen Garten mit vielen botanischen Sehenswürdigkeiten der heimischen Pflanzen- und Tierwelt. Der Garten wird derzeit aufwändig umgebaut und wird dann barrierefreie Pädagogik ermöglichen.

Über einige Wohnstraßen gelangt man zum Arboretum der bergischen Universität. Neben die Fußwege zischen den Universitätsgebäuden hat Frau Prof. Dr. Gertrud Lohaus reichlich diverse zum Teil seltene Bäume gepflanzt und mit Namenstafeln gekennzeichnet. So bietet sich dem Spaziergänger ein reichhaltiges Lernerlebnis.

Wandbrunnen
Nicht allzu weit von der Universität entfernt erreicht man ein bemerkenswertes gärtnerisches Kleinod, Es ist der vom Bürgerverein wieder auferweckte Wandbrunnen in der Kölner Straße.

Ein wenig abseits von diesem virtuellen Rundgang, aber auch zur Südstadt gehörend, findet sich ein kleines Waldgebiet - der Friedrichsberg. Der Friedrichsberg wurde in den Jahren 1895 bis 1901 als Stadtpark angelegt. Der Charakter eines Waldes mit gepflegten Spazierwegen wurde vom Elberfelder Verschönerungsverein (1870 - 1953)  als Naturgestaltung  verwirklicht. Als herausragender Förderer des Verschönerungsvereins ist der Elberfelder Juwelier August Freytag (1823 - 1889) zu erwähnen. Grenzend an den Park Friedrichsberg ließ er auf eigenem Grundbesitz prachtvolle Sommervilla erbauen. Die Erben von August Freytag verkauften Park und Villa der Stadt Elberfeld. Im Weltkrieg wurde die Villa zerstört. Eine Gedenktafel erinnert daran.

Gedenkstein im Freudenberge wäldchen
Gedenkstein Friedenshain
Heine-Denkmal im von der Heydt-Park
Gedenkstein im Freudenberger wäldchen
Gedenkstein Friedenshain Heine.Denkmal im von der Heydt-Park
Anmerkung der Redaktion: Die Bilder stammen nicht von der Referentin. Sie wurden zur Veranschaulichung des Textes zugefügt.

Im Anschluss an die Ausführungen von Frau Dinnebier entstand eine Diskussion, ob Wuppertal nicht nur die QuGa, sondern auch eine BuGa (Bundesgartenschau) braucht. Dazu Kursieren in der Stadt kontroverse Gedanken. Ein Problem sind die Kosten. Die können aber durch Zuschüsse teilweise aufgebracht werden, Es handelt sich bei der Finanzierung der BuGa um zusätzliche Geldmittel, die der Stadt verloren gehen, wenn sie auf die BuGa verzichtet.. Es bleibt  immerhin das Probem mit dem Eigenanteil, der zu finanzieren wäre. Bei geschickter Stadtplanung können Investitionen in die Infrastruktur der Stadt, die auch ohne BuGa nötig sind, aus dem BuGa-Etat bestritten werden. Koblenz wurde durch die BuGa gut weiterentwickelt und ist seither ein beliebtes Touristenziel. Bei den bisherigen BuGa-Plänen vermissen viele Menschen die Anbindung an die Gesamtstadt. Es steht der Vorwurf im Raum, dass nur wenige Stadtteile profitieren könnten. Andererseits könnte sich diese Lücke durch bürgerschaftliches Engagement überbrücken lassen. Lokale Stadtteilprojekte könnten als Co-Projekte zur BuGa geplant werden. Das QuGa-Projekt kann vielleicht als anregendes Modell für ein derartiges Engagement dienen.

Mehr Informationen:

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